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Wirtschaftsspionage - Alle 2 Tage ein Angriff
Gerade kommt mir die Info auf den Tisch, dass Firmen durch Nachrichtendienste in aller Welt nahezu täglich ausspioniert werden. Mich selbst überrascht es nicht, habe ich doch schon seit längerem immer und immer wieder darauf hingewiesen. Es ist wie so immer: Erst wenn es in den Medien verbreitet wird oder schlimmer noch ein Schaden entstanden ist, wachen die Leute auf. Vorbeugung ist nach wie vor ein Stiefkind der Deutschen Wirtschaft, vor allem, wenn es um IT-Sicherheit geht.
Man geht von Schäden in Höhe von 20 Millarden EUR jährlich aus. Ganz vorn bei der Spionage stehen, auch das kann nicht wirklich überraschen, die Asiaten. Der BND geht davon aus, das bei der Ausspähung zu 80% Mitarbeiter aus dem eigenen Unternehmen beteiligt sind. Also aufgepaßt bei so mancher Praktikumsstelle
Von Wirtschaftskrieg ist die Rede. Oha, klingelt es vielleicht so langsam. Surprise, Surprise - sagen es Ressmann und Konsorten nicht schon lange? Weisen nicht alle Datenschutzbeauftragten und IT-Sicherheits-Experten ständig darauf hin?
Industriespionage wird heute zu etwa 60 % von staatilichen Nachrichtendiensten betrieben. Nach Ende des Kalten Krieges müssen die sich halt mit neuen Aufgabenfeldern versorgen, und werden dabei von nationalen Regierungen offenbar massiv unterstützt. Doch was tun?
Ich weiß nicht, ob es ein Weg ist, jetzt mal wieder, so wie von der Bundesregierung geplant, irgendwelche Arbeitsgruppen einzusetzen, die am Ende eh nur den Mangel verwalten. Wir brauchen auch nicht eine “Schule für Wirtschaftskrieg”, wie in Frankreich. Wir brauchen lediglich Unternehmer und Manager, die das Thema direkt vor Ort aktiv angehen. Hilfe gibt´s genug und kann zur Not extern zugekauft werden. Ja, Ja, kostet Geld: Ich kann´s langsam nicht mehr hören. Mercedes, Porsche, Ferrari und die Villa im Tessin kosten auch Geld. Wenn man nicht aufpaßt, wird man aber möglicherweise das Geld für diese Dinge bald nicht mehr verdienen, weil man wieder mal kopiert wurde und die Cashkühe in Asien gemolken werden. Kurzum: Die Deutsche Wirtschaft trägt die Verantwortung selbst. Basta!